Wir arbeiten jetzt seit drei Jahren remote.  Natürlich haben wir es schon einmal in Teilen gemacht und wir wissen, dass es seine Nachteile hat, aber auch eine ganz neue Welt voller Möglichkeiten eröffnet.  Wir hatten 18 Monate lang mit Chris Burkard zusammengearbeitet, bevor wir ihn tatsächlich persönlich trafen.  Als wir es dann taten, fühlte es sich an wie ein alter Freund. Ein anderer ist Lucas Beaufort.
Lucas hat ein wunderschönes Buch namens HEART (sein Lockdown-Projekt) verfasst, das die Liebe zur Rolle von Core-Skateboarding-Shops in Städten auf der ganzen Welt dokumentiert, und macht sich jetzt auf den Weg, um viele von ihnen einen Besuch abzustatten. Wir haben eine Postkarte von ihm in Japan mit seinen 10 besten Momenten und seinen besten Empfehlungen für Skateshops bekommen. Du findest sie unten.

Lucas – Im April 2022 habe ich ein Buch mit dem Titel HEART veröffentlicht, das 40 Jahre Skateshop-Geschichte feiert. Aber warum? Einfach weil ich alles dem Skateboarding verdanke. Ich hatte die Chance, die Welt im Alter von 13 Jahren zu entdecken, und seitdem habe ich nie aufgehört, über diese Kultur zu schreiben und zu dokumentieren. 

Ich habe das Buch „HEART“ während der Corona-Zeit gemacht, als wir alle zu Hause festsaßen, und ich wollte etwas für die Skateshops tun; ich wollte den Grundlagen Tribut zollen. Ein Jahr nach der Veröffentlichung dachte ich, es wäre cool, alle beteiligten Skateshops zu besuchen und eine große HEART-Tour mit einem ersten Stop in Japan zu machen.

Bevor ich Anfang April nach Japan flog, hätte ich mir nie träumen lassen, wie viel Liebe ich erfahren würde – und das nicht nur von der Skate-Community.

Morgen in Roppongi

Meine letzte Reise nach Japan war 2017. Ich konnte es kaum erwarten, wieder dorthin zu reisen, denn jeder weiß, dass es sich anfühlt, als würde man eine andere Welt betreten. Wir haben die Tour in Tokio begonnen und im belebten Viertel Roppongi übernachtet. Das bin ich um 5:45 Uhr am ersten Morgen der Reise, bereit, die Stadt zu erobern.

Lockerer Tag in Shibuya

Wenn du in Shibuya (Tokio) bist, begegnest du immer dem Unerwarteten, und das ist es, was ich an diesem Bezirk so liebe. Manchmal sitze ich einfach da und fange einen ganz besonderen Moment ein, wie bei diesem Typen, der kein Dogsitter ist. Ich rannte ihm hinterher und fand heraus, dass alle Hunde ihm gehörten.

Gundam Factory

Nach vier verrückten Tagen in Tokio und einer unglaublichen ersten Show im Prov Skateshop sind wir nach Yokohama weitergezogen, das nur 45 Minuten mit dem Zug westlich liegt. Wie alle, die in den 80er Jahren geboren wurden, war ich fasziniert von japanischen Animes wie Dragon Ball oder Captain Tsubasa. Beim Spaziergang durch den Hafen von Yokohama entdecken wir diesen 18 Meter hohen Gundam, was bei mir einen emotionalen Schock auslöste. Das siehst du nur in Japan.

Grillen mit den lokalen Yokohama-Skatern.

Uruma Masanori ist der Besitzer des Lacquer Skateshops und eine absolute Legende in der Stadt. In seinem Laden findest du immer jemanden, der dir die besten Plätze der Stadt zeigt. Er ist ein cooler Typ und organisiert ständig Events für die Community wie diese Grillparty. Dieser Moment hat mich wirklich berührt, jeder war willkommen.

Eine tolle Zeit in Kashiwa

Wahrscheinlich einer meiner Lieblingsmomente dieser Japanreise. Kashiwa ist eine kleine Stadt, die nicht weit von Tokio entfernt ist. Yokkun ist der Inhaber des Humble Batsu-Skateshops. Ich hatte keine wirkliche Vorstellung davon, was mich erwartete, aber als ich im Laden ankam, war ich überrascht, wie viele Menschen dort waren. Alle Skater-Kinder, aber auch Familien brachten mir Essen und Geschenke, nur um mir zu sagen, wie froh sie waren, dass ich da war. Was für ein unglaublicher Moment der Einfachheit und Liebe.

Unwirklicher Moment in Osaka!

Ich hing in Osaka herum, als plötzlich ein Typ hupte und direkt neben mir parkte. Der Typ steigt aus seinem Auto und springt auf mich zu und sagt: Bist du Lucas Beaufort? 5 Minuten später habe ich angefangen, sein Auto zu bemalen.

Von Kobe mit Liebe

In Kobe gibt es nicht nur Rindfleisch, sondern auch diese wunderbare 88-jährige Frau, die eine lokale Spezialität namens Okonomiyaki (eine Art Omelett) zubereitet. Als wir uns setzten, fühlten wir uns wie Kinder und lauschten gespannt dieser eindrucksvollen Dame, die uns von ihrer Geschichte und der Eröffnung ihres Restaurants vor 60 Jahren erzählte.

Kobe Demons

Wenn wir über Kobe sprechen, müssen wir Masayuki Irishio erwähnen. Masa eröffnete 2006 seinen Skateshop namens Shelter und versorgt die Stadt seitdem mit seiner Energie für die Skateboard-Community. Ich habe selten einen Mann getroffen, der sich so für seine Stadt engagiert. Aber ei ist auch fürs Feiern bekannt und es ist nicht ungewöhnlich für ihn, in den frühen Morgenstunden in einer lokalen Karaoke-Bar zu landen.

HEART

Eines der Geschäfte, das mich am meisten beeindruckt hat, ist Chocolate Jesus auf der Insel Okinawa. Als ich online darauf stieß, habe nahm ich mir fest vor, dort hinzugehen, um mir diesen völlig hybriden Raum anzuschauen. Der Besitzer namens Kaz hat eine abgefahrene Geschichte: Vor 10 Jahren begann er mit einem kleinen Laden – mittlerweile ist daraus einer der verrücktesten Orte geworden, die ich je gesehen habe.

/ Lucas Beaufort

Zu Lucas Instagram

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